Senioren-Union Kreisverband Erding informiert sich über Arbeit der Tafel Erding
Die Tafel Erding wurde 2005 von der Nachbarschaftshilfe Erding e. V. ins Leben gerufen. Seit dem ersten Ausgabetag am Mittwoch, dem 12.Januar 2005 werden bedürftige Mitbürger der Stadt Erding und auch aus der Umgebung einmal in der Woche mit Lebensmitteln versorgt.
Aktuell versorgt die Einrichtung jeden Mittwoch abwechselnd in mehreren Gruppen insgesamt knapp 400 Haushalte mit mehr als 900 Kunden. Eine Aufteilung war wegen der großen Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine notwendig geworden.

Vorsitzende Petra Bauernfeind führte die Gruppe durch die Einrichtung. Vermittelt hatte den Besuch SEN-Vorstandsmitglied Klaus Pfaffenberger, der als Gründungsmitglied der Tafel bis vor kurzem dort auch im Vorstand war.
Rund 100 Ehrenamtliche kümmern sich um die Abholung, das Sortieren und die Ausgabe der Lebensmittel.
Es begann mit privaten Autos und einem provisorischen Laden, heute werden die Waren mit einem Kühltransporter, einem E-Auto und einem Lastenrad abgeholt und die Kunden in einem großzügigen Laden bedient. Zuvor war der Laden im Stadttheater in der Innenstadt untergekommen, danach in einer ehemaligen Gaststätte in Klettham, heute ist er im einstigen Postgebäude neben dem Erdinger Bahnhof. Das Gebäude ist von der Raumaufteilung und auch von der Lage her ideal geeignet. Nicht ganz so optimal ist die fehlende Wärmedämmung der alten Lagerhalle, wo die abgeholten Waren sortiert werden.

Das Sortieren ist recht zeitaufwendig. Bei Lebensmitteln darf das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) zwar überschritten sein, sie müssen aber den „Sinnescheck“ bestehen. Im Gegensatz dazu muss ein „Verbrauchsdatum“ („zu verbrauchen bis“) strikt eingehalten werden. Überrascht zeigten sich die Besucher, dass die Tafel für den dabei anfallenden Müll die üblichen Gebühren bezahlen muss.
Mit regelmäßigen Schulungen werden die Mitarbeiter über die gesetzlichen Bestimmungen zu Lebensmittelhygiene, Transportsicherung und Arbeitsschutz informiert.
Viele Firmen, Vereine, Kirchengemeinden und Privatpersonen unterstützen die Tafel. Es überrascht, dass auch Schulen zu den wichtigen Spendern zählen. Die Mädchenrealschule in Erding ging mit Spendenaktionen der Schülerinnen voraus. Und viele Schulen folgten dem Beispiel.
Die Spenden werden in der Regel jede Woche von Tafel-Mitarbeitern mit ihren Fahrzeugen abgeholt. Natürlich werden auch Geld- und Sachspenden von Privatpersonen gerne angenommen. Eine Box für Spenden gibt es direkt vor dem Gebäude.
„Die Tafel Erding leistet Herausragendes. Gleichzeitig zeigt ihr wachsender Bedarf, dass wir politische Antworten auf soziale Entwicklungen geben müssen. Unterstützung für solche Einrichtungen darf kein Zufall sein, sondern muss verlässlich gesichert werden.“ so Arnold Kronseder, Kreisvorsitzeder der Seniorenunion Erding.
Fotoimpressionen vom Besuch









